Wettbewerb

Was bedeutet Geld für das Leben? Welchen Stellenwert hat es in unserer Gesellschaft? Mit dem Wettbewerb “Geld. Das ist kein Zuhause” haben wir junge Menschen von 12 bis 24 Jahren und ältere ab 50 Jahren dazu aufgerufen, uns ihre Sichtweisen und Blickwinkel zu präsentieren.

Am 28. Mai 2014 hat die Jury getagt und die Preisträger auserkoren. Außerdem wurden aus den eingereichten Fotografien und Texten diejenigen ausgewählt, die ab dem 4. Juni 2014 täglich einer nach dem anderen an dieser Stelle veröffentlicht werden.

Am 3. Juli 2014 sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerb zu einer Führung durch die Ausstellung “August Sander: Meisterwerke und Entdeckungen” der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur eingeladen. Im Anschluss findet ein kleiner Empfang mit der Verleihung der Preise des Wettbewerbs statt.

Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Kopf einschalten, do it yourself and do it together. Medienkunst für zwei Generationen“ der SK Stiftung Kultur.

Die Preisträger des Wettbewerbs “Geld. Das ist kein Zuhause”

von Dominik, am 4. Juli 2014 | Keine Kommentare bisher

Jury & Preisträgerin (Wettbewerb GELD. DAS IST KEIN ZUHAUSEPreisträgerin Lara Wood (2.v.l.) mit den Jurymitgliedern Johanna Reich, Birgit Hauska, Claudia Schubert & Dominik Bühler (v.l.n.r.), Foto: Niklas Rausch

Im Rahmen eines Empfangs verkündete die Jury am 3. Juli 2014 die Preisträger des Wettbewerbs “Geld. Das ist kein Zuhause”:

1. Preis: Lara Wood
2. Preis: Mihriban Oragaz
3. Preis: Bernd Tuchen
4. Preis (doppelt vergeben): Ayse Gözütok
4. Preis (doppelt vergeben): Burak Gürle

Die prämierten Beiträge und die Begründungen der Jury sind mit den Namen verlinkt.

Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern und danken allen, die am Wettbewerb teilgenommen haben!

1. Preis

von Dominik, am 3. Juli 2014 | 1 Kommentar bisher

Wettbewerbsbeitrag von Lara Wood (1 von 2)

Wettbewerbsbeitrag von Lara Wood (2 von 2)

Geld zerstört

Der grundlegende Gedanke meiner Arbeit war es möglichst verschiedene Beziehungen von Menschen zu Geld darzustellen. Das erste Bild zeigt zwei wohlhabende Menschen, die getrieben von der Gier nach immer mehr, um Geld kämpfen. Das nächste Bild steht im Gegensatz zum ersten Bild. Es stellt eine Person dar, die egal mit welchen Bemühungen niemals den Wohlstand erreichen wird. [...]

(Wettbewerbsbeitrag von Lara Wood, geb. 1995)

Aus der Serie von fünf Bildern wurden die ersten beiden Bilder zur Veröffentlichung auf dem Blog ausgewählt.

Begründung der Jury:

Der erste Preis im Wettbewerb „Geld. Das ist kein Zuhause“ geht an die Schülerin Lara Wood für die ersten zwei Fotografien ihrer insgesamt fünfteiligen Arbeit mit dem Titel „Geld zerstört“.

Bei den ausgewählten Werken handelt es sich um zwei inszenierte, schwarz-weiße Fotografien im Querformat. Auf dem ersten Bild mittig zum unteren Bildrand sind zwei junge miteinander kämpfende Männer in Anzügen und Krawatten zu sehen. Der Blick aus ihren schreienden Gesichtern geht in die Kamera zum Betrachter und gleichzeitig hin auf einen in der Luft baumelnden Geldschein. Der Geldschein hängt an einer Angel, welche von der rechten Seite in das Bild gehalten wird. Die Angel wirft ihren Schatten auf die dahinterliegende, helle, monochrome Wand. Beim Kampf ums Geld – so die interpretierte Sichtweise von Lara Wood – werden die sonst so zivilisierten, jungen Männer in ihren Anzügen handgreiflich. Eine andere Lesart ist: Das Geld hat die jungen Menschen an der Angel und am Haken.

Bei der zweiten Fotografie ist eine junge Frau mit ausgestreckten Armen und gespreizten Fingern im Fokus, die von der rechten Bildseite auf dem Bauch nach einem auf dem Boden liegenden Geldschein zu greifen versucht. Mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms oder einer Doppelbelichtung erscheinen die Hände unterschiedlich nah zum Geldschein. Ein Rhythmus von Erscheinen und Verschwinden der Hände entsteht. Entscheidend ist jedoch, dass das Mädchen trotz aller Anstrengungen das Geld und damit Wohlstand nie erreichen kann. Ihre Hände greifen immer ins Leere.

Beide Fotografien sind formal sehr klar und reduziert aufgebaut, was zusätzlich durch die schwarz-weiß-Ästhetik unterstrichen wird. Dem Blick in die emotionsgeladenen Gesichter der jungen Männer steht die junge Frau mit dem Gesicht am Boden gegenüber. Der Betrachter erkennt nur den Hinterkopf zwischen den Armen. Die Armut kommt damit gesichtslos daher. Die beiden Fotos zeigen eine komplexe und sensible Sichtweise des Geldthemas und überzeugten die Jury nicht zuletzt mit ihrer einfachen, radikalen Bildsprache auf hohem technischen und gestalterischen Niveau.

2. Preis

von Dominik, am 3. Juli 2014 | 1 Kommentar bisher

Wettbewerbsbeitrag von Mihriban Oragaz (1 von 4)  Wettbewerbsbeitrag von Mihriban Oragaz (2 von 4)Wettbewerbsbeitrag von Mihriban Oragaz (3 von 4)  Wettbewerbsbeitrag von Mihriban Oragaz (4 von 4)

(Wettbewerbsbeitrag von Mihriban Oragaz, geb. 1994)

Begründung der Jury:

Im Wettbewerb „Geld. Das ist kein Zuhause“ wird die vierteilige Bilderserie der Schülerin Mihriban Oragaz mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.

Die vier Fotografien im Hochformat wirken auf den ersten Blick wie alltägliche Schnappschüsse einer Handykamera, auf einen zweiten Blick stellt sich jedoch heraus, dass es sich hier um inszenierte, rätselhafte Such-Bilder handelt, die voll hintergründiger Spannung stecken:

Das erste Bild zeigt eine Hand, die zum Öffnen einer Tür Geldscheine als Schlüssel benutzt, und im Begriff ist, diese in das Schlüsselloch zu stopfen. Auf dem zweiten Bild hält eine Hand einen Fächer aus Geldscheinen zum Fenster hinaus, auf Bild drei und vier sitzt ein junges Mädchen gebeugt auf den Stufen vor einer Haustür, ihr Gesicht unter einem dichten dunklen Haarschopf verborgen. Vielleicht ausgesperrt oder auf jemanden wartend, verharrt sie auf den Stufen vor der Tür, sortiert versunken Geldscheine, die sie auf dem folgenden Bild in rätselhafter Weise mit Kieselsteinen auf den Stufen fixiert. Weitere Geldscheine hat sie auf und in ihren Schuhen drapiert.

Je länger man die Bildfolge betrachtet, desto mehr Fragen drängen sich dem Betrachter auf. Mihriban Oragaz‘ Kompositionen entpuppen sich bei näherer Betrachtung als gleichzeitig rätselhaft und intensiv – sie scheinen sich der menschlichen Logik zu widersetzen und spielen mit Andeutungen und Assoziationen. Mit fragilem Banknotenpapier eine verschlossene Tür zu öffnen – eine Traumsequenz? Oder ein politischer Kommentar? Bild zwei ruft dem Betrachter zwar die geläufige Redewendung “das Geld zum Fenster hinaus werfen” ins Gedächtnis, die Hand, die den Geldfächer hält, scheint das Geld jedoch gar nicht aus dem Fenster werfen zu wollen, sondern hält die Banknoten mit graziler Hand nach draußen. Die Geldscheine befinden sich nicht im Mittelpunkt des Bildes; lässig angeschnitten und beiläufig am Rand rangiert der Fächer. Irritiert versucht das Gehirn, den Geldscheinfächer (der Reichtum und Luxus verspricht) mit der Klinkersiedlung im Hintergrund in Einklang zu bringen. Auch Bild drei und vier klären die Situation nicht auf, es bleibt ein wohl gehütetes Geheimnis, was das Mädchen auf den Stufen wirklich vorhat.

Diese rätselhafen, beinahe schroffen Bilder, zaubern dem Betrachter ob ihrer Absurdität ein irritierendes Lächeln auf die Lippen und erinnern dabei an den Entwicklungsprozess eines Foto-Negativs: Ein Hauch des Unfertigen verbleibt in ihnen – um das, was nicht gezeigt wird, scheint es hier zu gehen: die absurde Funktion von Geld, vom Besitz. Die Geldscheine fungieren als untauglicher Türöffner, mit dem sich das eigene Heim nicht öffnen lässt, als Fächer ohne Funktion, als auf dem Boden abgelegte Artefakte, von denen man scheinbar völlig vergessen hat, was sie bedeuten und wozu sie nützlich sein könnten.

Mihriban Oragaz‘ Fotografien sind scheinbar unspektakulär gehalten, Belichtung und Bildausschnitt erzählen eine Schnappschuss-Ästhetik, die Authentizität suggeriert. Sie setzen sich stark von gängiger Hochglanzfotografie ab und verstärken durch ihre formale „roughness“ die Rätselhaftigkeit der Bilderserie. Mihriban Oragaz führt in einer beschwingten Beiläufigkeit die Wichtigkeit und Bedeutung von Geld ad absurdum.

3. Preis

von Dominik, am 3. Juli 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Bernd Tuchen

Im Spiegel der Zeit

(Wettbewerbsbeitrag von Bernd Tuchen, geb. 1949)

Begründung der Jury:

Der dritte Preis des Wettbewerbs „Geld. Das ist kein Zuhause“ der SK Stiftung Kultur geht an Bernd Tuchen (geb. 1949) für seine Fotografie „Im Spiegel der Zeit“.

Mit einfachen Mitteln und reduzierter Bildgestaltung präsentiert Bernd Tuchen mit seiner dokumentarischen Fotografie „Im Spiegel der Zeit“ einen vielschichtigen Kommentar zur heutigen Finanzwelt. Dabei wird dem Betrachter eine eindeutige Aussage verwehrt und der Raum für Assoziationen geöffnet. Wo zirkuliert das Geld, welche Bank macht mit welcher Geschäfte, wer verdient woran, wer rettet wen? Die Verstrickungen des Finanzsystems sind nicht nur für Laien undurchschaubar. Im Wechselspiel zwischen Transparenz und Spiegelung verschwimmen die Zugehörigkeiten der Banknamen, die auf dem Bild zu erkennen sind. Die Gläserne Fensterfassade, verspricht einerseits Sichtbarkeit, wirft andererseits den Blick zurück und spiegelt Transparenz nur vor. Eindeutig erkennbar ist hier nichts. Die innere Architektur des Bankapparats findet ihre äußere Entsprechung in der repräsentativen wie abschottenden Architektur der Bankgebäude. Die Überwachungskamera ist bezeichnend nach außen gerichtet. Der Blick nach innen ist verschleiert.

Bernd Tuchen beweist eine gute Beobachtungsgabe sowie einen präzisen Blick für sein Bildmotiv und setzt es mit souveräner, formaler Klarheit in Szene.

4. Preis (doppelt vergeben)

von Dominik, am 3. Juli 2014 | 1 Kommentar bisher

Wettbewerbsbeitrag von Ayse Gözütok

(Wettbewerbsbeitrag von Ayse Gözütok)

Begründung der Jury:

Die Schülerin Ayse Gözütok hat für den Wettbewerb „Geld. Das ist kein Zuhause“ ein zweiteiliges fotografisches Bild eingereicht, bestehend aus gleichgroßen, nebeneinander angeordneten, hochformatigen Hälften. Der linke Teil zeigt verschiedene Euro-Geldscheine, die kreuz und quer übereinander liegen, der rechte bildet den Ausschnitt einer Fassade eines mehrstöckigen Mietshauses. Die beiden Bildteile werden durch ein in der Mitte platziertes rotes Ungleichzeichen verbunden, am oberen Rand ins Bild gesetzt ist ebenfalls in roter Schrift das Motto des Wettbewerbs zu lesen.

Die Bild-Wort-Collage von Ayse Gözütok zeichnet sich besonders durch einen überzeugenden Umgang mit der Bildfläche aus. Den ungeordneten Geldscheinen steht die klar gegliederte Hausfront dialogisch gegenüber. Auch farblich ist das Prinzip der Gegenüberstellung weitergeführt, die Geldscheine haben mehrere unterschiedliche Farben, bei der Hausfassade hingegen dominiert Orange und Grau. Ayse Gözütok hat das Motto des Wettbewerbs direkt aufgefasst und in eine visuelle Form mit eindeutiger Botschaft umgesetzt, an das Mediums eines Plakates erinnernd. „Geld“ und „Zuhause“ scheinen für sie gegensätzliche Komponenten zu sein, die zwar beide gleichermaßen von Bedeutung sind, aber unabhängig voneinander existieren.

4. Preis (doppelt vergeben)

von Dominik, am 3. Juli 2014 | 1 Kommentar bisher

Wettbewerbsbeitrag von Burak Gürle

Wie ein Vogel im goldenen Käfig

(Wettbewerbsbeitrag von Burak Gürle, geb. 1993)

Begründung der Jury:

Der Schüler Burak Gürle nimmt das Motto des Wettbewerbs „Geld. Das ist kein Zuhause“ und kehrt es um. Auf seiner inszenierten Fotografie „Wie ein Vogel im goldenen Käfig“ ist ein Haus zu sehen – gebaut aus Lego und Geldscheinen, errichtet auf einem Haufen aus Münzen. Auf dem Balkon steht eine Figur in Sträflingskleidung, bedrängt von Geldstücken, mit denen das Haus gefüllt ist. Hier ist Geld ein Zuhause. Gleichermaßen ist es Wand, Decke und Fundament. Geld baut das Haus auf – doch wird das Heim zu einem bedrückenden Gefängnis. Der Käfig mag noch so golden sein, er bleibt ein Käfig. Der Reichtum führt zur Unfreiheit. Burak Gürle besticht mit der spielerischen und gekonnten Umsetzung dieser Aussage. Seine Fotografie konzentriert sich auf das Bildobjekt und präsentiert die Idee  ohne Umschweife oder Ablenkungen in goldenem Licht.

Wettbewerbsbeitrag von Fabian Blatzheim & Lena Heining

von Dominik, am 25. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Fabian Blatzheim & Lena Heining

(Wettbewerbsbeitrag von Fabian Blatzheim & Lena Heining, beide geb. 1995)

Aus zwei eingereichten Bildern wurde eins zur Veröffentlichung auf dem Blog ausgewählt.

Wettbewerbsbeitrag von Lucas Wieland

von Dominik, am 23. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Lucas Wieland

Some people are so poor, all they have is money

Das ist der Titel meines Bildes, denn viel Geld heißt noch lange nicht, dass man auch ein
schönes Leben und ein schönes Zuhause hat. Viele Menschen vergessen, dass zu einem schönen Leben viel mehr zählt als nur Geld. Eine Familie und ein richtiges Zuhause, indem man willkommen ist, ist viel mehr wert als alles Geld dieser Welt. Liebe und Zuneigung geben den Menschen die Kraft, die sie benötigen und Menschen denen nur materielle Werte wichtig sind, werden nie das vollkommene Leben haben, wie Menschen die mit dem zufrieden sind was sie haben, denn das ist viel mehr wert.

(Wettbewerbsbeitrag von Lucas Wieland, geb. 1993)

Wettbewerbsbeitrag von Ulrich Textores

von Dominik, am 16. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Ulrich Textores

Abschied

(Wettbewerbsbeitrag von Ulrich Textores, geb. 1957)

Wettbewerbsbeitrag von Hanna-Rosa Krizan

von Dominik, am 13. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Hanna-Rosa Krizan

Mein Foto zu dem Thema: Geld. Das ist kein Zuhause, soll folgendes aussagen, Ein Haus aus Geld welches in Flammen steht und danach nur noch aus Asche besteht zeigt meiner Meinung nach ,dass Zuhause nicht nur mit einem “Dach über dem Kopf” verbunden  werden sollte sondern vielmehr damit, dass Zuhause weit mehr als das ist, ein Ort wo man sich wohlfühlt und ein Ort an dem man willkommen und geborgen ist. Dieses Zuhause kann jeder Ort sein.
Ich finde es wichtig ein Zuhause zu haben, es ist wichtig zu spüren, dass es einen Ort gibt wo immer die Möglichkeit besteht sich aufzuhalten und gleichzeitig ein gutes Gefühl dabei hat.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass vielen Menschen dieser ganz besondere Ort fehlt.
Ohne ein Zuhause hat man sicherlich kein einfaches Leben.
Selbst wenn man eine Wohnung hat und vermögend ist muss es kein Zuhause sein, darum sollte man sich zeit nehmen diesen besondern Ort zu seinem Zuhause zu machen.

(Wettbewerbsbeitrag von Hanna-Rosa Krizan, geb. 1995)

Wettbewerbsbeitrag von Burak Karakelle

von Dominik, am 12. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Burak Karakelle

(Wettbewerbsbeitrag von Burak Karakelle, geb. 1994)

Wettbewerbsbeitrag des Medienclub Leipziger Löwen

von Dominik, am 11. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag des Medienclub Leipzig (Ich zähle keine Falten, ich zähle mein Geld)

Wettbewerbseinreichung des Medienclub Leipzig (Auch im Herbst meines Lebens)

Fotoserie „Ich zähle nicht meine Falten, ich zähle mein Geld“

Altersarmut ist ein gesellschaftliches Problem, das nicht offen diskutiert wird und oftmals nicht einmal wahrgenommen wird. Viele Ruheständler können aufgrund geringer Renten ihren Lebensunterhalt nur sehr schwer bestreiten. Jede zweite Rente beläuft sich 2014 auf weniger als 700 Euro (vgl. www.armut-und-alter.de). Dieses Problem nahm der „Medienclub Leipziger Löwen“, eine intergenerationelle Redaktion aus jungen Studierenden und Rentnern, als Ausgangsbasis für eine Ausstellung, die das Thema „Was heißt schon alt?“ kritisch, provokativ und humorvoll bearbeitete. Dabei standen die Bedürfnisse und Problemlagen besonders der älteren Menschen im Vordergrund. Alt sein ist nicht gleichbedeutend mit „nicht mehr wahrgenommen werden“ und „keinen Anspruch besitzen auf eine erfülltes, gleichberechtigtes Leben“. Da Leipzig eine Hochburg der Altersarmut ist (vgl. www.spiegel.de/…), schien der Gruppe dieses Thema besonders relevant. Im Rahmen des Teilprojektes „Altersarmut“ wurden unter anderem Interviews mit Betroffenen geführt, die in der Ausstellung anonymisiert angehört werden konnten. Angebracht waren die Kopfhörer an Wänden, die mit typischen Werbanzeigen der „Best Ager“ tapeziert waren, die ein verzerrtes Bild einer kauf- und konsumkräftigen älteren Käuferschicht zeichnen. Selbst erstellte Fotografien (diese werden hier im Rahmen des Wettbewerbs eingereicht) kontrastierten die Anzeigen mit ironischen, kritischen Kommentaren. Diese selbst produzierten Werbeanzeigen zeigen mit einem Augenzwinkern, dass Lebensfreude und Selbstbestimmtheit im höheren Lebensalter wichtiger sind als Geld und Ruhm. Gleichzeitig zeigen sie als Kontrast zu den Lebensgeschichten über Altersarmut, dass es gegenwärtig vielen älteren Menschen gar nicht möglich ist, autark ihr Leben zu gestalten, da Geld in der gegenwärtigen Gesellschaft immer noch die Basis für Autonomie ist.

(Wettbewerbsbeitrag des Medienclub Leipziger Löwen, ein Projekt des GAM e.V. – Gesellschaft, Altern, Medien: Ulrich Rocke, geb. 1941, Erika Kämmerer, geb. 1933, Karena Walther, geb. 1958, Gisela Rößler, geb. 1940, Tobias Harnisch, geb. 1989, Caroline Baetge, geb. 1988, Stefan Heinrich, geb. 1988)

Aus der Serie von fünf Bildern wurden zwei Bilder zur Veröffentlichung auf dem Blog ausgewählt.

Wettbewerbsbeitrag von Hesam Darvishi

von Dominik, am 10. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Hesam DarvishiMit dem Foto möchte ich zum Ausdruck bringen, dass man Glückseligkeit, Geborgenheit, Liebe und vor allem Familie nicht mit bedrucktem Papier, was sich Geld nennt, kaufen kann.
Man kann von diesem Papier noch soviel haben und trotzdem wird es einem nicht dasselbe geben, was die Familie einem geben würde : Das große Glück geliebt zu werden und zu lieben.
Geld kommt und geht aber Familie bleibt.
Ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld, denn die Dinge die wirklich bedeutsam sind, sind unbezahlbar.

(Wettbewerbsbeitrag von Hesam Darvishi, geb. 1993)

Wettbewerbsbeitrag von Noemi Tocci

von Dominik, am 6. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Noemi Tocci

Geld ist nicht alles, Familie, Freunde, Liebe und Gesundheit sind unbezahlbar!

(Wettbewerbsbeitrag von Noemi Tocci, geb. 1995)

Wettbewerbsbeitrag von Ebru Ceviz

von Dominik, am 5. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Wettbewerbsbeitrag von Ebru Ceviz(Wettbewerbsbeitrag von Ebru Ceviz, geb. 1992)

Wettbewerbsbeitrag von Sarah Schäfer

von Dominik, am 4. Juni 2014 | Keine Kommentare bisher

Geld und Reichtum ist nicht gleich Glücklichsein (Sarah Schäfer)

Geld und Reichtum ist nicht gleich Glücklichsein

Persönliches Statement: Wenn man Geld hat und sich einiges leisten kann bedeutet es nicht, dass man auch glücklich und zufrieden ist im Leben. Mein Bild zeigt das genaue Gegenteil, nämlich Langeweile, Isoliertheit trotz “Luxusartikeln” wie Smartphone, Tablet und Geld.

(Wettbewerbsbeitrag von Sarah Schäfer, geb. 1995)

Ausstellungsführung & Preisverleihung

von Dominik, am 12. Mai 2014 | Keine Kommentare bisher

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs werden am 3. Juli 2014 zu einer Führung durch die Ausstellung “August Sander: Meisterwerke und Entdeckungen” der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur eingeladen. Anschließend findet ein kleiner Empfang mit der Verleihung der Preise des Wettbewerbs statt.

3. Juli 2014
17:30  Führung “August Sander: Antlitz der Zeit. Die Umsetzung eines photographischen Konzepts”, Photographische Sammlung der SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln (1. OG)
18:30  Preisverleihung, Im Mediapark 7, 50670 Köln, Raum 222 (2. OG)

Einreichfrist bis 23. Mai 2014 verlängert!

von Dominik, am 8. Mai 2014 | Keine Kommentare bisher

Die Einreichfrist des Wettbewerbs wurde verlängert. Fotos und Texte können nun bis einschließlich 23. Mai 2014 an buehler@sk-kultur.de geschickt werden.

Jetzt Beiträge einreichen!

von Dominik, am 16. April 2014 | Keine Kommentare bisher

Wir freuen uns sehr, dass uns bereits einige Fotobeiträge zum Wettbewerb erreicht haben. Umso mehr freuen wir uns auf weitere Einreichungen.

Bis zum 9. Mai 2014 können Sie/könnt ihr uns eure Fotografien schicken!

Die Wettbewerbsjury

von Dominik, am 13. Februar 2014 | Keine Kommentare bisher

Eine Jury wird die besten Einreichungen des Wettbewerbs auswählen und entscheiden, wer die Preise gewinnt und welche Beiträge auf dem Generationenblog veröffentlicht werden.

Die Jurymitglieder sind Claudia Schubert (Kuratorin der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur), Johanna Reich (Medienkünstlerin), Birgit Hauska und Dominik Bühler (Referenten für Medienkunst und Film in der kulturellen Bildung und Vermittlung der SK Stiftung Kultur).

Wir sind gespannt und freuen uns auf Eure / Ihre Beiträge!

Wettbewerbsausschreibung

von Dominik, am 15. Januar 2014 | Keine Kommentare bisher

Was bedeutet Geld für das Leben? Welchen Stellenwert hat es in unserer Gesellschaft? Präsentiere uns deine Sichtweise / schicken Sie uns Ihren Blickwinkel! Der Wettbewerb “Geld. Das ist kein Zuhause” ruft junge Menschen von 12 bis 24 Jahren und ältere ab 50 Jahren dazu auf, bis zum 23. Mai 2014 Fotografien und Texte einzureichen. Jeder kann einzeln etwas einreichen, wir freuen uns aber auch, wenn sich Jung und Alt zu Generationenpaaren zusammenschließen und gemeinsam einen Beitrag entwickeln, z.B. in Form eines Dialogs. Die besten Einreichungen werden prämiert und auf dem Generationenblog (www.generationenblog.de) veröffentlicht. Der Generationenblog ist eine Internetplattform, die Jung und Alt die Möglichkeit zum Dialog gibt und diesen Austausch abbilden möchte. Er dient zudem der Präsentation von Ergebnissen der Projekte für zwei Generationen, die die SK Stiftung Kultur im Rahmen ihrer Medienkunstvermittlung durchführt.

Die Einreichfrist wurde bis 23. Mai 2014 verlängert!

ankommen, Ralf Kopp, 2012, © www.ralfkopp.com
Der zeitgenössische Künstler Ralf Kopp regt mit seinem Werk „ankommen“ (2012, © www.ralfkopp.com) zum Nachdenken über das Verhältnis von Geld und Leben an.


WER KANN TEILNEHMEN?

Alle zwischen 12 und 24 Jahren und ab 50 Jahren. Einzelpersonen oder Teams mit einer Person zwischen 12 und 24 Jahren und einer ab 50 Jahren.

WAS KANN EINGEREICHT WERDEN?
Teilgenommen werden kann mit einem oder einer Serie mehrerer Fotos (höchstens sechs). Die Fotos bzw. die Fotoserie muss einen Titel tragen. Zu den Fotos kann ein Kurztext mit höchstens 1.500 Zeichen eingereicht werden, der persönliche Gedanken, ein Statement zum Thema oder eine Beschreibung der Fotoarbeit beinhaltet.

WIE NIMMT MAN TEIL?
Einsendeschluss ist der 23. Mai 2014. Die Fotos und Texte sind per E-Mail an Dominik Bühler, buehler@sk-kultur.de zu schicken. Dabei müssen der volle Name, das Geburtsdatum, die Postadresse, die Telefonnummer, die Mobilnummer und die E-Mailadresse der teilnehmenden Person(en) angegeben werden. Die Fotos sollten im Format „jpg“ und die Texte im Format „pdf“ eingereicht werden. Wenn es dazu Fragen gibt, sind wir gerne per E-Mail ansprechbar.

Mit der Einsendung erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden, dass die eingereichten Bilder und Texte von der SK Stiftung Kultur veröffentlicht, für Kommunikationsmaßnahmen genutzt und an die Presse zur Publikation weitergegeben werden können und sein Name im Zusammenhang mit dem Wettbewerb genannt werden kann. Zudem versichert der Teilnehmer mit Einreichung, dass er die Beiträge eigenständig erstellt hat und somit über die Rechte darüber verfügt. Bei der Darstellung von Personen dürfen keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Sollten Dritte Ansprüche wegen Verletzung ihrer Rechte geltend machen, so stellt der Teilnehmer die SK Stiftung Kultur von allen Ansprüchen frei. Verantwortlich für den Inhalt der Beiträge ist ausschließlich die Person, von der sie eingereicht wurden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

WELCHE PREISE WINKEN?
1. Preis: Eine Sofortbildkamera von Fujifilm inkl. Film.
2. Preis: Ein digitaler Bilderrahmen mit 12 Zoll Display.
3. Preis: Ein Kunstwerk der Geldschein-Edition „ankommen“ des Künstlers Ralf Kopp.
4. Preis: Ein digitaler Bilderrahmen mit 8 Zoll Display.

Alle Teilnehmer werden zu einer Führung durch die neue Ausstellung „August Sander: Meisterwerke und Entdeckungen“ der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur mit anschließendem Empfang eingeladen.

Ausgewählte Beiträge werden hier auf dem Generationenblog veröffentlicht.

WIE WIRD ENTSCHIEDEN?
Nach dem 9. Mai 2014 wird eine Jury die besten Beiträge auswählen und die Preisträger bestimmen. Die Teilnehmer werden nach Ablauf der Einsendefrist über den Termin der Ausstellungsführung und der Preisvergabe informiert.

Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Kopf einschalten, do it yourself and do it together. Medienkunst für zwei Generationen“ der SK Stiftung Kultur.