Was macht Arbeit mit mir?

von birgit, am 7. Juli 2013 | | Keine Kommentare bisher

„In dem wir arbeiten, begegnen wir der Welt“[1] : 1. der äußeren Welt, 2. der Welt mit uns selbst,  unseren Potenzialen, unserem Körper, unseren Sinnen, und unseren Grenzen und 3. der Welt mit unserem sozialen Umfeld. Arbeit macht einen großen Teil unseres Lebens aus: Arbeit ernährt uns, strukturiert den Tag, fordert uns und gibt – wenn es gut läuft – dem Leben Sinn.

Arbeit ist anstrengend, Punkt. Das Reclamsche Lexikon der Soziologie definiert Arbeit als eine Tätigkeit, die mit Mühe, sowie körperlicher Belastung oder geistiger Anstrengung zur Sicherung des Lebensunterhalts verbunden ist. Das hat sich in den letzten 30 Jahren nicht geändert. Aber der Modus und die Bedeutung von Arbeit haben sich innerhalb von drei Generationen grundlegend verändert und sind Ausdruck unserer sich wandelnden Zeitgeschichte.  Der amerikanische Soziologe Richard Sennett  benennt  in seinem Buch  aus dem Jahre 1998 Der flexible Mensch  die Auswirkungen der Globalisierung  mit der  Beschleunigung der Arbeitsorganisation, den stetig wachsenden Leistungsanforderungen, der zunehmenden Unsicherheit der Beschäftigungsverhältnisse sowie der Notwendigkeit nach allzeitbereitem  Wohnortwechsel. In dieser Folge können heute immer weniger Menschen gut von dem leben, was sie durch Arbeit verdienen, immer mehr Menschen sind trotz Beschäftigung arm.

Und nach der Erwerbsarbeit wollen in der  täglichen Freizeit auch noch die Hausarbeit, die Beziehungsarbeit, die Kindererziehung, das Kümmern und Sorgen um die Familie erledigt werden.

Ist Arbeit Leben oder ist Arbeit zu wenig Zeit zum Leben? Wie denken die Jugendlichen darüber, wie die ältere Generation, für die das berufliche Leben und der Arbeitsalltag schon eine Weile zurück liegen? Was bedeutet Arbeit für das Selbstverständnis und von Alt und Jung?



[1] Joachim Bauer, Arbeit, Karl Blessing Verlag 2013


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