Das Eigene & das Fremde

von Dominik, am 8. Dezember 2015 | | Keine Kommentare bisher

Die Begegnung mit dem Fremden ist heute alltäglich. Schülerinnen & Schüler mit und ohne Migrationshintergrund lernen gemeinsam. Reisen in ferne Länder sind in der globalisierten Welt beinahe selbstverständlich. Es gibt eine Neugier gegenüber ausländischem Essen und wir lieben von Immigranten geführte Restaurants. Treffend formulierte Karl Valentin in Die Fremden (1940) „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“. Also besteht das Fremde nur mit seinem Gegensatz, dem Eigenen und wird nur in der Abgrenzung zum Eigenen wahrgenommen. Maßgeblich bestimmt wird die Wechselbeziehung dabei durch den jeweiligen Blickwinkel: Aus welcher Perspektive blicken wir auf das Eigene und das Fremde und wie sieht die Sichtweise der jeweils anderen Generation dazu aus? Wo findet sich das Eigene im Fremden?

Mit  der aktuellen Flüchtlingsdebatte scheint ein Unbehagen gegenüber dem Fremden aufzuziehen. Was empfinden wir als fremd und was ist uns eigen? Gibt es eindeutige Grenzen? Wo begegnet uns das Fremde, Unbekannte in der eigenen Lebenswelt? Wann nehmen wir etwas als eigen und zu uns gehörig wahr? Wie fühlt sich das Eigene, Vertraute an und wie das Fremde? Eignen wir uns nicht ständig Neues, Unbekanntes und vormals Fremdes an?

Im Generationendialog haben wir uns mit den unterschiedlichen und gemeinsamen Sichtweisen auf die Begriffe Fremd und Eigen auseinandergesetzt. Anhand ausgewählter künstlerischer Positionen untersuchten wir Wechselbeziehungen zwischen dem Fremden im Eigenen und dem Eigenen im Fremden. Persönliche Erfahrungen und Erlebnisse aus zwei Generationen wurden in Fotografien und Texten erarbeitet und hier auf dem Generationenblog veröffentlicht.

Gearbeitet wurde mit Tablet-PCs, mit denen getextet, fotografiert und auf den Blog hochgeladen werden konnte. Vorkenntnisse und eigenes Equipment waren für die Teilnahme nicht erforderlich.

Der Workshop fand vom 25.-29. Januar 2016 in der  Katharina-Henoth-Gesamtschule-Köln statt und wurde von Dominik Bühler, Birgit Hauska und Johanna Reich geleitet. Weitere Informationen finden sich hier.


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