Futur II

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Denke ich an mein zukünftiges Wohnmodell, stelle ich mir vor, nochmal mit mehreren Menschen – Freunden, Verwandten aber auch “Fremden” zusammen zu leben. Ich glaube, ich suche immer noch und immer wieder das Dorf meiner Kindheit.
Maria, 62 – wohnt nach vielen Wohnerfahrungen jetzt in einer 2 1/2 Zimmer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Dortmund.

Zukunft

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Denke ich an mein zukünftiges Wohnmodell, stelle ich mir vor,  dass ich in einem Mehrgenerationenhaus leben werde.
Hildegard, 80 Jahre, wohnt in Köln-Bocklemünd in einer Zwei-Zimmer Wohnung.

Europäische Konferenz “Long Live Arts”

Hedy d’Ancona, ehemalige Ministerin für Gesundheit, Soziales und Kultur der Niederlande und frühere Mitglied des Europäischen Parlaments, eröffnet die Konferenz (Fotos: Long Live Arts)

Wir haben den Generationenblog und die dazugehörigen Workshops mit einem Vortrag bei der europäischen Konferenz „Long Live Arts“ präsentiert, die vom 20. bis 22. Mai 2015 in Den Haag stattfand. Die Konferenz widmete sich mit einem sehr abwechslungsreichen Programm dem Thema kulturelle Partizipation im Alter und bot inspirierende Einblicke in die Kulturarbeit mit älteren Menschen und vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung. Expertinnen und Experten aus elf europäischen Ländern (weiterlesen …)

Hinweis “ZeitWert – Ein Blog über Demographie und Menschen”

Zeitwert ist ein Blog, der sich mit dem demografischen Wandel und dem Alter(n) beschäftigt. Mit Portraits, Studien und Diskussionsbeiträgen werden die Lebensrealität und das Potential der alternden Gesellschaft thematisiert. Dabei wird ein positives und zukunftsorientiertes Altersbild gezeichnet.

Betrieben wird der Blog von MASTERhora, einem Netzwerk für Expertinnen, Experten und Unternehmen. Wir sind den Macherinnen des Netzwerks im November 2014 in Berlin begegnet. Bei der damaligen Verleihung des Deutschen Alterspreises war, neben dem Generationenblog, auch MASTERhora unter den Nominierten.

Wettbewerbsbeitrag des Medienclub Leipziger Löwen

Wettbewerbsbeitrag des Medienclub Leipzig (Ich zähle keine Falten, ich zähle mein Geld)

Wettbewerbseinreichung des Medienclub Leipzig (Auch im Herbst meines Lebens)

Fotoserie „Ich zähle nicht meine Falten, ich zähle mein Geld“

Altersarmut ist ein gesellschaftliches Problem, das nicht offen diskutiert wird und oftmals nicht einmal wahrgenommen wird. Viele Ruheständler können aufgrund geringer Renten ihren Lebensunterhalt nur sehr schwer bestreiten. Jede zweite Rente beläuft sich 2014 auf weniger als 700 Euro (vgl. www.armut-und-alter.de). Dieses Problem nahm der „Medienclub Leipziger Löwen“, eine intergenerationelle Redaktion aus jungen Studierenden und Rentnern, als Ausgangsbasis für eine Ausstellung, die das Thema „Was heißt schon alt?“ kritisch, provokativ und humorvoll bearbeitete. Dabei standen die Bedürfnisse und Problemlagen besonders der älteren Menschen im Vordergrund. Alt sein ist nicht gleichbedeutend mit „nicht mehr wahrgenommen werden“ und „keinen Anspruch besitzen auf eine erfülltes, gleichberechtigtes Leben“. Da Leipzig eine Hochburg der Altersarmut ist (vgl. www.spiegel.de/…), schien der Gruppe dieses Thema besonders relevant. Im Rahmen des Teilprojektes „Altersarmut“ wurden unter anderem Interviews mit Betroffenen geführt, die in der Ausstellung anonymisiert angehört werden konnten. Angebracht waren die Kopfhörer an Wänden, die mit typischen Werbanzeigen der „Best Ager“ tapeziert waren, die ein verzerrtes Bild einer kauf- und konsumkräftigen älteren Käuferschicht zeichnen. Selbst erstellte Fotografien (diese werden hier im Rahmen des Wettbewerbs eingereicht) kontrastierten die Anzeigen mit ironischen, kritischen Kommentaren. Diese selbst produzierten Werbeanzeigen zeigen mit einem Augenzwinkern, dass Lebensfreude und Selbstbestimmtheit im höheren Lebensalter wichtiger sind als Geld und Ruhm. Gleichzeitig zeigen sie als Kontrast zu den Lebensgeschichten über Altersarmut, dass es gegenwärtig vielen älteren Menschen gar nicht möglich ist, autark ihr Leben zu gestalten, da Geld in der gegenwärtigen Gesellschaft immer noch die Basis für Autonomie ist.

(Wettbewerbsbeitrag des Medienclub Leipziger Löwen, ein Projekt des GAM e.V. – Gesellschaft, Altern, Medien: Ulrich Rocke, geb. 1941, Erika Kämmerer, geb. 1933, Karena Walther, geb. 1958, Gisela Rößler, geb. 1940, Tobias Harnisch, geb. 1989, Caroline Baetge, geb. 1988, Stefan Heinrich, geb. 1988)

Aus der Serie von fünf Bildern wurden zwei Bilder zur Veröffentlichung auf dem Blog ausgewählt.

Hände

© Janet Sinica