“Lang lebe die Kunst!”

Mit dem Aktionstag “Lang lebe die Kunst!” luden kubia und die SK Stiftung Kultur am 10. April 2018 dazu ein, lebendige Einblicke in die Kulturarbeit mit älteren Menschen zu bekommen. Das Programm gab Gelegenheit, künstlerische Produktionen kennenzulernen, die im Jahr 2017 vom Förderfonds Kultur & Alter des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt wurden. In einer Werkschau wurden Ausschnitte aus den geförderten Musik-, Theater- und Medienproduktionen gezeigt. Anschließend gaben Workshops und Projektpräsentationen Impulse für die kreative Arbeit mit älteren Menschen.

Mit dem Förderfonds Kultur & Alter unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen jährlich Projekte, die innovative und zeitgemäße künstlerisch-kulturelle Angebots- und Vermittlungsformate für ältere Menschen schaffen. Die Projekte sollen zur aktiven Teilnahme Älterer am gesellschaftlich-kulturellen Leben, zu deren Engagement in der Kultur und einem verbesserterten Zugang zu Kunst und Kultur in allen Kultursparten beitragen.

Ergebnisse aus den vom Förderfonds Kultur & Alter unterstützten Generationenprojekten der SK Stiftung Kultur aus dem Jahr 2017 waren beim Aktionstag im Rahmen einer Ausstellung öffentlich zu sehen.

Die Teilnahme am Aktionstag war kostenlos.

Weitere Informationen: www-ibk-kubia.de/aktionstag

© Janet Sinica (Foto vom Aktionstag LANG LEBE DIE KUNST! am 10. April 2018)

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Wann: 10. April 2018

Uhrzeit: 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Ort: KOMED – Zentrum für Veranstaltungen im MediaPark (Im Mediapark 7, 50670 Köln)

Anmeldung: Magdalena Skorupa | Tel.: 02191 794 299; E-Mail: aktionstag@ibk-kubia.de

Programm: Den Programmflyer zum Aktionstag können Sie hier herunterladen.

Veranstalterin: kubia – Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion in Kooperation mit der SK Stiftung Kultur

 

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Programm:

13.30 Uhr | Begrüßung

Susanne Düwel, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Almuth Fricke, Leiterin kubia am Institut für Bildung und Kultur e.V.

Birgit Hauska, Leiterin Kulturelle Bildung, Vermittlung Medienkunst und Film, SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

 

13.45 Uhr | Werkschau

Drei: Der Innenhafen bewegt – Ein intermediales Theaterprojekt
Friederike Felbeck, Düsseldorf/Duisburg

Resonanzraum Video – Künstlerisch-performative Dialoge über Videokunst
Diane Müller, freischaffende Künstlerin, Köln 

Vom Schwinden – Eine intergenerationelle Theaterproduktion über das Erinnern und das Vergessen
Lea Hahn, Cactus Junges Theater e.V./ theaterkollektiv art+weise, Münster

Love Letters – Das Musikvideo
Laura Totzke, Silver Voices, der Ü60-Chor der Jazz Offensive Essen e.V.

 

15.00 Uhr | Kaffeebar

Ausstellung
Eine Auswahl von Fotos aus Generationenprojekten  2017 der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

 

15.30 Uhr | Workshops und Präsentationen

1. Analoge Fotografie in der Seniorenarbeit – Praktische Einblicke
Riad Nassar, Fotograf, Filmemacher und Musiker/Friederike Felbeck, Regisseurin und Autorin

2. Einsam sind wir Töne, gemeinsam sind wir ein Lied – Entwicklung eines Chorklangs
Laura Totzke, Sängerin und Chorleiterin

3. Die Blümelein, sie wachsen… – Rundgang durch die Photographische Sammlung der SK Stiftung Kultur mit didaktisch-methodischen
Übungen zu Museumsangeboten für Menschen mit Demenz
Jutta Schmidt, Künstlerin, Kunstvermittlerin und Kulturgeragogin

4. Vom Schwinden – Methoden einer intergenerationellen Theaterproduktion über das Erinnern und das Vergessen
Lea Hahn, Theaterpädagogin und Kulturgeragogin

5. Ich bin viele – Fotografie-Workshop für Generationenprojekte
Birgit Hauska, SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn/Johanna Reich, Künstlerin

 

16.40 Uhr | Abschluss

Euripides – Interkulturelles Stationentheater zum Thema Fluchten
Ensemble VIELFACH, facettenreich e.V., Siegburg

Der Blick der Enkelin auf ihre Großeltern

Die Künstlerin Franziska Burkhardt war im Herbst 2015 bei den offenen Ateliers in Köln im Fotoraum zu Gast. Zu sehen waren bewegende, sensible Farbfotografien, in denen Franziska Burkhardt den Alltag und das Zuhause ihrer Großeltern Doris und Manfred erforscht und dokumentiert.

 

Auf die Frage nach ihrer Motivation für diese Arbeit sagt Franziska Burkhardt: „Wenn ich beide da so sitzen sehe, dann scheinen Sie für mich nicht zu altern. Die Großeltern sind immer die Großeltern. Sie haben graues Haar, hören nicht mehr so gut, sie jammern manchmal, dass ihnen hier oder da etwas weh tut, sie wieder einmal ewig beim Arzt saßenund erzählen uns Geschichten von früher. Ich nahm eine beobachtende Position ein. Ging in eine Stille um nicht sichtbar zu sein. Die Kamera war für beide gar nicht so bedeutungsvoll. Schnell war es ihnen egal. Sie fühlten sich nicht bedrängt. Es war eher mein Gefühl, das unbehaglich war. Wie jetzt in so eine andere Position wechseln? Die Fotografin, nicht die Enkelin. Aus dem versuchten Abstand ist eine Nähe geworden, die unter die Haut ging mit all ihren Facetten. In der alltäglichen Betrachtung entstanden Verbindungen, ihrer Bedürfnisse (essen, trinken, waschen, schlafen) und ihrer Sinne. Die, welche der Mensch braucht, um zu handeln und lebensfähig zu sein. Der Mensch verliert all dass, was er sich als Kind so schnell und mit einer Leichtigkeit angeeignet hat. Besonders mochte ich die Ästhetik ihrer Hautoberfläche, die Beschaffenheit, ihre Farbe und ihre Funktion und die damit verbundenen Handlungen. Sich waschen und pflegen. Anziehen und ausziehen. Meine Großeltern in nächster Nähe. Nackt, faltig, rosa, blau und lila. Strukturen und Furchen. Die Haut ist eine Landkarte von Geschichten, mit Narben und Wunden, mit Zärtlichkeit und Liebe, mit Arbeit und Vergnügen.”

Kontakt Franziska Burkhardt: http://fuchsinforest.blogspot.de

Ausstellung: „Oma und Opa“ im Fotoraum Köln, www.fotoraum-koeln.de

Radiobeitrag zum Generationendialog

In der WDR 4-Radiosendung “Mittendrin – In unserem Alter” waren am vergangenen Samstag, 15.11.2014 die Toleranz und der Respekt zwischen Jung und Alt das Thema. Unter anderem berichteten zwei Schüler der Max-Ernst-Gesamtschule in Köln-Bocklemünd von ihren Erfahrungen aus unserem diesjährigen Workshop “…und Deine Welt – (un)bekannte Dinge von gestern und heute”.

Der Beitrag ist dauerhaft im Internet verfügbar.

Lektüretipp: “Dialog der Generationen”

Das “Konzeptbüro Dialog der Generationen” hat ein vorläufiges Resümee seiner Arbeit mit interessanten Texten und anregenden Bildern veröffentlicht: “Dialog der Generationen – Initiative und Gestaltwerdung in den Jahren 1997 bis 2013″.

Vortrag 12. März 2014

Dr. Sonja Ehret & Dr. Judith Beil

Die Berührung mit Neuem, die Beschäftigung mit Kunst und Kreativität und die Entwicklung von Medienkompetenz sind nicht nur in jungen Jahren unverzichtbar – auch für ein selbstbestimmtes und mitverantwortliches Leben im Alter sind sie von weitreichender Bedeutung. In ihrem Vortrag sprechen Sonja Ehret und Judith Beil (weiterlesen …)

Nominierung für den GenerationendialogPreis 2013

Der Generationenblog und die dazugehörigen Workshops wurden für den GenerationendialogPreis 2013 nominiert. Wir freuen uns und sind gespannt auf das Urteil der Jury, die Ende Oktober tagen wird.

Arbeit, Freizeit, Geld – Dritter und vierter Workshop-Tag

© Janet Sinica

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Generationenbegegnung in Ljubljana

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Arbeit und Geld auf dem Generationenblog

Die Sichtweisen von Jung und Alt können manchmal ganz schön weit auseinander liegen… das liegt zum einen natürlich daran, dass alle Menschen unterschiedlich sind – aber auch die verschiedenen Lebenserfahrungen und der Altersunterschied spielen eine große Rolle.

Vom 8. bis 13. Juli werden die Generationenblogger wieder aktiv. Mit einer generationenübergreifenden Gruppe von Autoren wollen wir uns in diesem Jahr an die Themen Arbeit und Geld wagen.

Schülerinnen und Schüler der Max-Ernst-Gesamtschule und Seniorinnen und Senioren aus dem Görlinger Zentrum werden Kunstwerke junger Medienkünstler aber auch unsere alltägliche Umwelt als Anregungen und Anhaltspunkte für ihre Posts nehmen und sich Fragen widmen wie: Was denkt der Junior, der sein Arbeitsleben noch vor sich hat und was der Senior, der auf 40 Arbeitsjahre zurückblickt? Ist eher „Schaffe, schaffe Häusle baue“ oder „Ich werf‘ mein Geld zum Fenster raus“ angesagt? Welchen Stellenwert hat Geld und wie möchte ich es am liebsten verdienen?

Ihre Fotografien und Texte können bald hier bewundert werden.

Bei Interesse geben wir gerne über unser Kontaktformular weitere Auskünfte!

Privatecke

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Mittags im REWE – Einkauf mit Austausch für Jung und Alt

Zugriff!

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Heimatzentrum

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Zeig her Deine Heimat

Ist Heimat ein Gefühl oder ein Ort, oder vielleicht beides?  Gibt es nur eine Heimat oder mehrere Heimaten? Im Zeitalter der Globalisierung erobert der Begriff  Heimat wieder unsere Medien, Feuilletons und Herzen. Designer  und Modelabels entwickeln Kleidung und Wohnassesoires  unter dem Titel: „Heimat Schönheiten“. Die Zeitschrift „Der Spiegel“ widmete im April diesen Jahres  seine Titelstory dem Thema: „Was ist Heimat? Eine Spurensuche in Deutschland“ – zweifellos: Heimat ist „in“.

Hinter dem Begriff Heimat scheint ein menschliches Grundbedürfnis zu stecken.  Heimatgefühle kommen als erlebte Glücksgefühle daher oder als Sehnsucht nach etwas Vertrautem, Liebgewonnenem, was schmerzlich vermisst wird.

Heimatgefühle und Heimatverständnis im Leben im Görlinger Zentrum – was ist das konkret? Gibt es das hier? Zugehörigkeit und Halt? Vertraulichkeit und Verlässlichkeit? Was ist im Görlinger Zentrum mit starken Emotionen besetzt? Wo hüpft Dein Herz im Görlinger Zentrum? Was sind die Bilder, die Gerüche, die Farben, die Dinge, die ich hier gerne habe (und vielleicht die, die ich gar nicht mag)? Wir wollen sie in unserem Workshop aufsuchen und sie uns gegenseitig – Jung und Alt – zeigen, mit der digitalen Fotokamera im Bild festhalten, vielleicht mit einem Text oder Gedicht oder einem schriftlichen Gedanken. Wann geht mir das Herz auf? Wo und was ist mein persönlicher Wohlfühlort Heimat im Görlinger Zentrum?