Heimat? Wo fühle ich mich heimisch?

Hildegard, eine treue Teilnehmerin der Workshops für zwei Generationen und schon 2012 beim ersten Generationenblog-Workshop “Vorstadt – Stadt – Heimat?” dabei, hat uns zwei Fotografien geschickt, die sie anlässlich eines Fotowettbewerbs des Stadtbezirks Köln-Ehrenfeld gemacht hat. Sie zeigen den Nüssenberger Hof.

Wir freuen uns sehr über diese schönen Bilder und darüber, dass die kreative Beschäftigung mit den Themen auch nach den Workshops weitergeht!

Wettbewerb

Was bedeutet Geld für das Leben? Welchen Stellenwert hat es in unserer Gesellschaft? Mit dem Wettbewerb “Geld. Das ist kein Zuhause” haben wir junge Menschen von 12 bis 24 Jahren und ältere ab 50 Jahren dazu aufgerufen, uns ihre Sichtweisen und Blickwinkel zu präsentieren.

Am 28. Mai 2014 hat die Jury getagt und die Preisträger auserkoren. Außerdem wurden aus den eingereichten Fotografien und Texten diejenigen ausgewählt, die ab dem 4. Juni 2014 täglich einer nach dem anderen an dieser Stelle veröffentlicht werden.

Am 3. Juli 2014 sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerb zu einer Führung durch die Ausstellung “August Sander: Meisterwerke und Entdeckungen” der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur eingeladen. Im Anschluss findet ein kleiner Empfang mit der Verleihung der Preise des Wettbewerbs statt.

Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Kopf einschalten, do it yourself and do it together. Medienkunst für zwei Generationen“ der SK Stiftung Kultur.

Heimat woanders

Was ist Heimat? Eine Frage, die individuell für jeden etwas anderes bedeutet. Wer würde denken, dass ein Stück Wald an Heimat erinnert? Für mich gibt es mehrere Orte, wo ich gerne bin und mich wohlfühle. Sei es bei mir zu Hause oder bei meinem Freund, ich bin gerne dort, wo Freude und Erinnerungen hoch kommen. Das wichtigste ist doch, dass man gerne seine Zeit mit Menschen verbringt, die einem wichtig sind, oder?

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Dieses Foto wurde von meiner Tandem- Partnerin Hildegard ausgesucht,wo sie sich ein Stück Heimat für mich vorstellt.

Zwischen drinnen und draußen

Heimat mal anders – en gros et en detail

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Heimatzentrum

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Zu Hause

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Was ist Heimat für Dich?

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Vorort-Ein Lebensgefühl

Die Stadt. Hektisch, laut, chaotisch. Ein Sinnesrausch mit all seinen Konsum- und Gestaltungsmöglichkeiten: Kino, Theater, Shopping, Cafés, Partys, Events… Das Zentrum ist die Kulisse der großstädtischen Dynamik. Dagegen scheint der Vorort am Randgebiet nur ein Nebenschauplatz zu sein. Funktional, schmucklos, ohne Historie.

Eingezäunt und abgeschlossen stehen die Flachdachbungalows den Hochhaussiedlungen aus Beton gegenüber. Kleine Vorgärten, karge aber auch liebevoll bepflanzte Balkone schmücken die Wohnsiedlungen. Davor stehen die Garagen der Pendler – Reihe für Reihe. Wer ohne Auto ist, muss mit dem Rhythmus von Bus und Bahn leben. Den Ortskern bilden neben der Kirche, dem Kiosk und der Bank der Supermarkt. Das Eiscafe bleibt als beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Durchschnittlich, ganz normal und doch oft als sozialer Brennpunkt verschrien: Die Vorstadt: Ort einer perspektivlosen Eintönigkeit für die Jugend und ersehnter Rückzugsort für die ältere Generation.

Sind das überhaupt Beschreibungen, die auf das Görlinger Zentrum zu treffen? Wie siehst du deine Vorstadt? Welche Wirkung übt sie auf dich aus? Vielleicht ist es ein Ort mit einer Lebensart, die mit diesen Schwächen und Eigenheiten umzugehen weiß. Und wenn nicht, was stört dich? Oder was macht deine Vorstadt so unverwechselbar, sogar liebenswert? Orte, Plätze, Momente, die du nicht missen möchtest.

Alltagsglück

Der Wecker klingelt… Ein ganz normaler Morgen, ein neuer Tag beginnt: Aufstehen, frühstücken, zum Bus gehen, ab in die Schule, zur Morgengymnastik, zum Einkaufen… Mittagessen und Hausaufgaben… Abendessen und zu Bett gehen. Alltagsrituale, Tag für Tag der gleiche Trott…

Es heißt so oft: der Alltag ist grau und trist. Aber stimmt das auch?

Schauen wir einmal genau hin: Gibt es da nicht diese Details, die den Alltag erhellen, die Kleinigkeiten, die einem tagtäglich widerfahren und die das Leben bunt und lustig machen. Sieht man erst das Besondere im Alltäglichen, so ist der Alltag plötzlich alles andere als hässlich und öde. Denn macht nicht gerade der Alltag, der Ort, wo wir leben, an dem wir Tag für Tag unsere Zeit verbringen, die Wege die wir tagtäglich gehen unser Leben überhaupt aus? Meine Heimat, meine Stadt, mein Alltag – wie hängt das zusammen?

Wie sieht Euer Alltag aus und wie können Tagesrituale in Bildern oder Worten festgehalten werden? Wie unterscheiden sich Deine Alltagsrituale von denen anderer? Und warum? Wo findest Du das Besondere im Alltäglichen und wo liegt Dein persönliches Alltagsglück?

Zeig her Deine Heimat

Ist Heimat ein Gefühl oder ein Ort, oder vielleicht beides?  Gibt es nur eine Heimat oder mehrere Heimaten? Im Zeitalter der Globalisierung erobert der Begriff  Heimat wieder unsere Medien, Feuilletons und Herzen. Designer  und Modelabels entwickeln Kleidung und Wohnassesoires  unter dem Titel: „Heimat Schönheiten“. Die Zeitschrift „Der Spiegel“ widmete im April diesen Jahres  seine Titelstory dem Thema: „Was ist Heimat? Eine Spurensuche in Deutschland“ – zweifellos: Heimat ist „in“.

Hinter dem Begriff Heimat scheint ein menschliches Grundbedürfnis zu stecken.  Heimatgefühle kommen als erlebte Glücksgefühle daher oder als Sehnsucht nach etwas Vertrautem, Liebgewonnenem, was schmerzlich vermisst wird.

Heimatgefühle und Heimatverständnis im Leben im Görlinger Zentrum – was ist das konkret? Gibt es das hier? Zugehörigkeit und Halt? Vertraulichkeit und Verlässlichkeit? Was ist im Görlinger Zentrum mit starken Emotionen besetzt? Wo hüpft Dein Herz im Görlinger Zentrum? Was sind die Bilder, die Gerüche, die Farben, die Dinge, die ich hier gerne habe (und vielleicht die, die ich gar nicht mag)? Wir wollen sie in unserem Workshop aufsuchen und sie uns gegenseitig – Jung und Alt – zeigen, mit der digitalen Fotokamera im Bild festhalten, vielleicht mit einem Text oder Gedicht oder einem schriftlichen Gedanken. Wann geht mir das Herz auf? Wo und was ist mein persönlicher Wohlfühlort Heimat im Görlinger Zentrum?

Vorstadt – Stadt – Heimat?

Vom 24. bis 27. Septemner erkunden Schülerinnen und Schüler des Kunst-LKs 12 der Max-Ernst-Gesamtschule sowie Seniorinnen und Senioren aus dem Görlinger Zentrum gemeinsam ihren Sozialraum. In Bild und Wort dokumentieren sie, was sie dabei entdecken. Das Projekt „Vorstadt – Stadt – Heimat? Mein Görlinger Zentrum: Blickwinkel von Jung und Alt“ thematisiert die verschiedenen Blickwinkel der Generationen auf das alltägliche Leben.

Ergebnisse gibt es bald hier online!