Das Eigene & das Fremde

Die Begegnung mit dem Fremden ist heute alltäglich. Schülerinnen & Schüler mit und ohne Migrationshintergrund lernen gemeinsam. Reisen in ferne Länder sind in der globalisierten Welt beinahe selbstverständlich. Es gibt eine Neugier gegenüber ausländischem Essen und wir lieben von Immigranten geführte Restaurants. Treffend formulierte Karl Valentin in Die Fremden (1940) „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“. Also besteht das Fremde nur mit seinem Gegensatz, dem Eigenen und wird nur in der Abgrenzung zum Eigenen wahrgenommen. Maßgeblich bestimmt wird die Wechselbeziehung dabei durch den jeweiligen Blickwinkel: Aus welcher Perspektive blicken wir auf das Eigene und das Fremde und wie sieht die Sichtweise der jeweils anderen Generation dazu aus? Wo findet sich das Eigene im Fremden?

Mit  der aktuellen Flüchtlingsdebatte scheint ein Unbehagen gegenüber dem Fremden aufzuziehen. Was empfinden wir als fremd und was ist uns eigen? Gibt es eindeutige Grenzen? Wo begegnet uns das Fremde, Unbekannte in der eigenen Lebenswelt? Wann nehmen wir etwas als eigen und zu uns gehörig wahr? Wie fühlt sich das Eigene, Vertraute an und wie das Fremde? Eignen wir uns nicht ständig Neues, Unbekanntes und vormals Fremdes an?

Im Generationendialog haben wir uns mit den unterschiedlichen und gemeinsamen Sichtweisen auf die Begriffe Fremd und Eigen auseinandergesetzt. Anhand ausgewählter künstlerischer Positionen untersuchten wir Wechselbeziehungen zwischen dem Fremden im Eigenen und dem Eigenen im Fremden. Persönliche Erfahrungen und Erlebnisse aus zwei Generationen wurden in Fotografien und Texten erarbeitet und hier auf dem Generationenblog veröffentlicht.

Gearbeitet wurde mit Tablet-PCs, mit denen getextet, fotografiert und auf den Blog hochgeladen werden konnte. Vorkenntnisse und eigenes Equipment waren für die Teilnahme nicht erforderlich.

Der Workshop fand vom 25.-29. Januar 2016 in der  Katharina-Henoth-Gesamtschule-Köln statt und wurde von Dominik Bühler, Birgit Hauska und Johanna Reich geleitet. Weitere Informationen finden sich hier.

Kurzfilmprogramme im Filmforum

von Dominik, am 16. November 2016 | Keine Kommentare bisher

Look Beyond Borders (Regie: Bartosz Dombrowski, Polen / Deutschland 2016)

Wir präsentieren zwei unserer Kurzfilmprogramme auf der großen Leinwand! Gezeigt werden unterhaltsame und zum Nachdenken anregende zeitgenössische, historische und künstlerische Kurzfilme, Werbeclips, Videoarbeiten, Dokumentarfilme und Musikvideos.

Zeit meines Lebens – Über Begegnungen von Jung und Alt
Donnerstag, 12. Januar 2017, 19 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig
Eintritt 5 € / ermäßigt 3,50 €
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Das Eigene und das Fremde
Samstag, 14. Januar 2017, 19 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig
Eintritt 5 € / ermäßigt 3,50 €
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Das erste Programm beleuchtet explizit das Miteinander der Generationen, aber auch im zweiten Programm spielt der Dialog zwischen Jung und Alt eine wichtige Rolle. Für weitere Informationen zu den Programmen bitte einfach auf den jeweiligen Titel klicken…

Wir freuen uns, euch im Januar im Filmforum zu sehen!

Sommerfilmnacht “Das Eigene und das Fremde”

von Dominik, am 5. Juli 2016 | Keine Kommentare bisher
Zukar - Firas entdeckt die Deutschen (Fotograf: Juuso Santala, 2016)

Zukar – Firas entdeckt die Deutschen (Fotograf: Juuso Santala, 2016)

Die Sommerfilmnächte sind zurück! Gezeigt wird ein genre- und gattungsübergreifendes Programm mit künstlerischen Kurzfilmen, Videoarbeiten, Musikvideos und Werbeclips zum Thema „Das Eigene und das Fremde“.

Die Debatten um Geflüchtete und Migration sind virulent, durch lange gepflegte Gemeinschaften ziehen sich Risse und abgrenzende, nationale Bewegungen werden lauter. Zwischen Willkommenskultur und Grenzschließungen wird mitunter heftig darüber diskutiert, wie wir mit „dem Fremden“ umgehen sollen. Dabei spielt immer auch eine Rolle, wie wir uns selbst definieren und positionieren. Das Fremde lässt sich nur in Abgrenzung zu und in Wechselwirkung mit seinem Gegensatz, dem Eigenen bestimmen.

Das Programm ist ein Plädoyer für die Begegnung des Eigenen mit dem Fremden und soll zeigen, wie schön diese mitunter sein kann. Es legt den Fokus nicht allein auf das Thema Migration und die derzeitige politische Lage, sondern bezieht Aspekte von Identität, persönlicher Entwicklung, sozialem Status, Geschlechterzuschreibungen, Intimität oder des Dialogs der Generationen mit ein.

Was empfinden wir als fremd, was ist uns eigen, wie verhält sich beides zueinander und wo liegen die Grenzen? Wo findet sich das Eigene im Fremden? Die Filme widmen sich aktuellen, wie universellen Fragen und geben unterhaltsame Antworten.

Sommerfilmnacht: Das Eigene und das Fremde
Freitag, 22. und Samstag, 23. Juli 2016, 21:30 Uhr
Fort X, Neusser Wall 33, 50670 Köln
Ein Programm der SK Stiftung Kultur im Rahmen von Sommer Köln
Open Air & Eintritt frei

Die Veranstaltungen auf Facebook: 22. Juli 2016 / 23. Juli 2016

Programmzusammenstellung: Dominik Bühler & Birgit Hauska

Die Filme des Programms finden Sie hier: www.sk-kultur.de/medienkunst

Jugendliche der Adolph-Kolping-Schule Köln präsentieren „WAS IST NORMAL“ (© Fuhrmann / Knapp 2015)

Jugendliche der Adolph-Kolping-Schule Köln präsentieren „WAS IST NORMAL“ (© Fuhrmann / Knapp 2015)

Impressionen vom Workshop “Das Fremde und das Eigene”

von Dominik, am 3. Februar 2016 | Keine Kommentare bisher

Foto: Janet Sinica

Vergangene Woche Woche haben wir einen Generationenblog-Workshop in der Katharina-Henoth-Gesamtschule veranstaltet und sind noch immer beglückt und fasziniert von den tollen Teilnehmenden und den spannenden Erfahrungen, die geteilt wurden.

Die Teilnehmenden haben fleißig fotografiert und Artikel auf dem Blog veröffentlicht. Sie sind in der Kategorie und im Thema “Das Fremde und das Eigene” zu finden: www.generationenblog.de/thema/das-eigene-und-das-fremde/.

Während des Workshops hat die Fotografin Janet Sinica Bilder gemacht. Auf unserer Webseite sind einige dieser Impressionen zu sehen.

Zwei Gesichter, ein Kopf

von Friedhelm und Rene, am 28. Januar 2016 | 1 Kommentar bisher

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Eine Maske aus Friedhelms jüngeren Jahren (Theaterworkshop). Zwei Gesichter an einem Kopf. Man sieht nicht immer alles!

Geschenk des Vertrauens

von Friedhelm und Rene, am 28. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Zu sehen ist ein Geschenk von Renés Freundin, das ihm deutlich machen soll, wie sehr sie ihm vertraut und wie wichtig er ihr ist.
Es zeigt ihm, dass egal was kommt, sie alle Streitigkeiten lösen können und sie zusammen bleiben.

Generationentausch im Spiegel

von Helin und Inge, am 28. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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4 Tage später – Nach gemeinsamer Arbeit im Rollentausch fühlen wir uns in den unterschiedlichen Generationen wohl. Von der vermeindlich trennenden, fremden Generationengrenze zur verbindenden, vertrauensvollen Nähe.

Die Nähe ist erkennbar

von Kim und Ursula, am 28. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Marens Armband

von Hildegard und Jennifer und Maren, am 28. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Maren hat dieses Armband zur Kommunion geschenkt bekommen. Sie trägt es jeden Tag, da es ihr sehr viel bedeutet.
Es ist ein Gegenstand, der das Eigene darstellt.

Hildegards türkische Tischdecke

von Hildegard und Jennifer und Maren, am 28. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Die Tischdecke ist Hildegard fremd geblieben. Sie hat sie geschenkt bekommen und somit stellt dieser Gegenstand das Fremde im Eigenen dar.

Vertrauen

von Eliana und Mehmet, am 28. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Natur ist mir vertraut, die Familie eher fremd. Mit hilfe der Goettin kann ich mir vertrauen.

Sonnenstudio

von Dalia und Gerd, am 28. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Ein Sonnenstudio verkörpert für mich eine Einstellung zum eigenen Körper, die mir fremd ist!

Che und die türkisch-kurdische Kultur

von Helin und Inge, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Es bedarf gar nicht viel Zeit…

von Kim und Ursula, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Sich zu verkleiden benötigt nicht viel Zeit und trotz wenig Verkleidung kann man viel bewirken. Auf dem Bild ist deutlich die Nähe zwischen den beiden Personen zu sehen und es gibt keinen Unterschied im Bezug auf die Altersgruppen. Es soll zum Ausdruck gebracht werden, dass man sich trotz Verkleidung schön fühlen kann. In den Gesichtern ist Freude zu erkennen.

Reiseerinnerung

von Dalia und Gerd, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Reiseerinnerung:
Ein Krummdolch als Symbol der Männlichkeit.
Ein gepunzter Messingteller zeigt eine hohe Handwerkskunst.

Wer steckt wirklich hinter der Fassade?

von Hildegard und Jennifer und Maren, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Zwei halbe Menschen, die zu einem werden.
Auch wenn nicht viel zu sehen ist, erkennt man trotzdem, dass eine Bindung zwischen den beiden herrscht,
Da sie lachen und sehr vertraut miteinander wirken…
Das Bild vermittelt, dass man trotz fremder Kulturen miteinander auskommt und es einem nicht wichtig ist, woher man kommt, sondern wie man als Einzelner ist.

Entfremdung

von Dalia und Gerd, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Verwandlung: Entfremdung durch Farbwechsel.

Aus der Dunkelheit zum Licht

von Helin und Inge, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Unsicher. Verzweifelt. Mit viel Angst vor der Zukunft. Das 16 Jährige Ich sieht sich selber als verloren, hilflos. 50 Jahre später. Das als verloren geglaubte Leben wird hell, weise, voller Hoffnung und Glück. Keine Spur von Dunkelheit.
Die Treppe zum Licht wird erklommen.

Clowns

von Eliana und Mehmet, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Lustig ist schön, Lachen befreit was wäre die Welt ohne Humor ;-)

Wir können auch anders!

von Friedhelm und Rene, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Jung heißt nicht jung, alt heißt nicht alt! Beide durch trainiert bis zum Geht-Nicht-Mehr. Sie stehen beide am Höhepunkt ihrer Karriere (haha Spaß).

Karneval kommt

von Dalia und Gerd, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Karneval verwandelt alt und jung. Aus schwarz wird blond. Gold verdeckt das grau. Das Eigene wird überdeckt und das Fremde angenommen.

Das Fremde wird zum Eigenen

von Helin und Inge, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Alles Neue ist erst einmal fremd. Nur wenn wir darauf zugehen und uns darauf einlassen, wird es vertraut. Helin hat eine kleine Abbildung des Pariser Eifelturms mitgebracht, die ihre Reisen nach Frankreich widerspiegelt. Die fremde Kultur, neue Mitglieder der Familienkonstellation, ein ganz anderes Gefühl, und doch vertraut. Die Socken aus zwei Kulturen, dienen aber dem gleichen Zweck. Den Kaffee brühen wir heute mit der Technik, auch das ist zuerst einmal fremd.

Alte Tradition trifft neuen Zeitvertreib

von Friedhelm und Rene, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Rechts zu sehen ist ein Playstation-Controller,der für René früher sehr wichtig war, da er mit ihm sehr viel Zeit verbracht hat, doch der ihm immer mehr fremd vorkommt.  Links zu sehen ist ein Geschenk einer Sri-Lanka-Familie für Friedhelm im Zusammenhang mit einem Fest anlässlich der ersten Menstraution der Tochter.

Je länger man etwas hat, desto eigener wird es ?!

von Hildegard und Jennifer und Maren, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Jennifers Schlüsselanhänger:

Hildegards Erbstück:

Marens Armband:

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Begleiter seit der Kindheit

von Kim und Ursula, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Etwas Bewegendes aus der Vergangenheit

von Kim und Ursula, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Irische Göttin und Takke im Licht

von Eliana und Mehmet, am 27. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Ich habe sie in New Grange gefunden. Sie hält mich und gibt mir Kraft in schwierigen Situationen.

Generationentausch

von Helin und Inge, am 26. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Helin,16 Jahre/Schülerin und Inge, 66 Jahre/ MTA im Ruhestand, treffen sich in einem generationsübergreifenden Projekt in der Katharina Henoth Gesamtschule. Wir sehen sie hier auf dem Bild, das uns zeigt, dass verschiedene Generationen nicht in ihren Rollen festgefahren sein müssen, und es zu einer Kommunikation auf Augenhöhe kommen kann.

Nähe und Distanz zugleich

von Hildegard und Jennifer und Maren, am 26. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Auf dem Bild befindet sich Jennifer auf der linken Seite. Sie ist 17 Jahre alt, geht noch zur Schule und trifft sich gerne mit Freunden. Daneben steht Hildegard, sie ist 78 Jahre alt und war Sozialpädagogin. Heute betätigt sie sich an ehrenamtlichen Aufgaben und ganz rechts steht Maren. Sie geht mit Jennifer in eine Klasse, ist auch 17 und geht in ihrer Freizeit gerne ins Fitnessstudio. Sowohl Nähe, als auch Distanz wird vermittelt, was sich gut auf das Thema “Das Eigene und das Fremde” bezieht.

Naturfreund und Thai-Boxer

von Friedhelm und Rene, am 26. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

René und Friedhelm  Sie wollten Sonne und Natur – überhaupt haben alle sich an die Birken gestellt. René wollte seinen Sport darstellen, der eigentlich auch sein Lebensziel ist. Er ist 17 Jahre und Schüler. Friedhelm hat nicht geahnt (und bei der Probiererei nicht gemerkt ), wie sehr sein Bauch zu sehen ist. Er war mal Lehrer, Taxifahrer, Elektriker. 77, schon lange Rentner

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Beleuchten

von Eliana und Mehmet, am 26. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Begegnung Jung und Alt, vor Bäumen, im Licht. Zusammengehörigkeit und Fremdheit  in Augenhöhe, im Spotlicht ausleuchten. Eliana, 60, Künstlerin und Mehmet, 17, Schüler.

Zwei Welten – gemeinsamer Stamm

von Dalia und Gerd, am 26. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

Zwei Welten begegegnen sich an einem gemeinsamen Stamm:
Dalia (16 Jahre alt) Schülerin, in Deutschland geboren, die Eltern stammen aus Eritrea.
Gerd (72 Jahre alt) in Deutschland geboren und aufgewachsen. Von Beruf Ingenieur.

Kim und Ursula in der Natur

von Kim und Ursula, am 26. Januar 2016 | Keine Kommentare bisher

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Kim, 17 Jahre, ist noch Schülerin. Ihre Hobbys sind Sport treiben und sich mit Freunden treffen. Ursula ist 71 Jahre, Rentnerin und hat vielseitige Interessen. Eine davon ist die Liebe zur Natur.