Porträts mit Lochkamera

Smartphone-Fotos, die durch Effekte mit einem „Analog-“ oder „Vintage-Look“ versehen werden, sind heute extrem beliebt. Plattformen wie Instagram zeugen davon. Doch warum sehen digitale Bilder anders aus als Schwarzweißbilder von 1920? Und wie funktioniert der magische Prozess des Bildermachens überhaupt? Diesen Fragen gingen wir auf den Grund, indem wir zurück auf die Entstehungszeit der Fotografie blickten und eine eigene Porträtreihe fotografierten. Dafür haben wir eine der ersten Kameras überhaupt selbst gebauen: die Lochkamera.

Alle Teilnehmer*innen konnten im Workshop eine eigene Lochkamera bauen und darin analoge Bilder auf Fotopapier entwickeln. Wir haben gegenseitig Porträts von uns aufgenommen, die direkt auf Fotopapier entwickelt wurden und dabei einen neuen alten Blick auf die Fotografie und uns selbst geworfen.

Porträtfotografie mit einer selbstgebauten Lochkamera

Ein Workshop für zwei Generationen

WorkshopleitungJohanna Reich und Stefan Silies (Kölner Medienkünstler*innen)

Termin: 27. Juni bis 1. Juli 2016, jeweils 9:00 bis 13:00 Uhr, Projektpräsentation beim Schulfest am 2. Juli 2016, 14-16 Uhr

Ort: Max-Ernst-Gesamtschule (Bocklemünd), Tollerstraße 16, 50829 Köln

Teilnehmer*innen: Schülerinnen & Schüler der Jahrgänge 11 & 12 und Personen ab 55 Jahren

Vorkenntnisse und eigenes Equipment waren für die Teilnahme nicht erforderlich. Der Workshop wurde veranstaltet von der SK Stiftung Kultur.

Fotos aus dem Workshop “Porträtfotografie mit einer selbstgebauten Lochkamera”

von Dominik, am 11. Juli 2016 | Keine Kommentare bisher

Fotodokumentation von Janet Sinica:

 

Ergebnisse aus dem Workshop “Porträtfotografie mit einer selbstgebauten Lochkamera”

von Dominik, am 11. Juli 2016 | Keine Kommentare bisher

 

Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin aus dem Workshop “Porträtfotografie mit einer selbstgebauten Lochkamera”

von Dominik, am 11. Juli 2016 | Keine Kommentare bisher

“Großes Lob für diesen Workshop!

Jung und Alt zusammen beim Bau von Lochkameras aus Keks- und Chipsdosen, beim Fotografieren damit und in der Dunkelkammer. Kids, die das Handy kaum noch aus der Hand legen, blitzschnelle Fotos gewohnt sind, sind mit großem Interesse und Geduld dabei, eine alte Technik zu erkunden, die ganz anders ist. Zeit spielt hier eine andere, große Rolle. Sonne, Wolken, Schatten verändern alles, kalkulierbar ist nicht alles und oft ist in der Entwicklerschale nur ein schwarzes Stück Fotopapier. Also: weitermachen, Belichtung ändern, Standort, Motiv, dabei gibt es keinen Erfahrungsvorsprung der “Alten”.

Die gemeinsame Präsentation des Projekts beim Schulfest brachte noch eine schöne Erfahrung und das kam so: Die Besucher standen ein wenig ratlos in unserer Ausstellung und ich bot Hilfe an, sollten sie Erklärungen wollen. Nach zwei, drei Runden leicht heiser, änderte ich die Taktik und verwies stattdessen auf Didi und Nora, zwei junge Teilnehmer des Workshops mit der Bemerkung: Falls Sie Fragen haben, hier sind die Experten. Beide übernahmen diese neue Rolle als Guide sofort ganz souverän und kenntnisreich und mit deutlicher Freude!

Also, ein sehr schönes Thema, kompetente und inspirierende Leitung durch die zwei Künstler, Johanna Reich und Stefan Sillies, sowie die gute Begleitung des Projektes durch Dominik Bühler von der Stiftung ergaben unterm Strich ein hervorragendes Projekt mit dem Alle glücklich waren.

Merci!”