Bericht vom Workshop

von birgit, am 9. Juli 2014 | | Keine Kommentare bisher

Eine Mandelmühle, eine Rechenmaschine, ein Teppichklopfer, ein Butterstampfer, eine Mokkamühle, ein Fusselsbüttchen, ein Tabletstift, ein Spielkonsolen-Controller, ein iPhone – das waren nur einige „Arbeitsgegenstände“ aus dem Workshop „…und Deine Welt – (un)bekannte Dinge von gestern und heute“.  Zehn Jugendliche im Alter von 12 bis 13 Jahren arbeiteten kreativ eine ganze Woche gemeinsam mit acht Teilnehmern zwischen 53 und 77 Jahren im Kunstraum der Max-Ernst-Gesamtschule und hatten viel Spaß miteinander. Gemeinsam in „gemischten“ Generationengruppen animierten wir die mitgebrachten Gegenstände zu kleinen Filmbeiträgen.  Und am Ende der Woche bauten wir aus 18 Kapiteln unseren „…und Deine Welt“-Film, den wir am letzten Arbeitstag öffentlich zeigten und dabei viel Beifall einheimsten.

Wir übten uns im Vorstellungsvermögen, in Kindheitserinnerungen und in der sprachlichen Beschreibung bekannter und unbekannter Dinge unserer Lebenswelten. Festgehalten wurden unsere Vermutungen und unser Wissen mit einem Tonaufnahmegerät. Und die Aufnahmen wurden später zum Tonbeitrag unserer eigenen Stopp-Trick-Technik-Animationen. Ganz nebenbei setzten wir uns mit Fragen auseinander, warum wir nicht einfach die Kameraaufnahmefunktion benutzen, sondern die viel zeitaufwändigere Einzelbildtechnik des Animierens. Schön war auch die Mischung von herkömmlichen Basteltechniken, Malen, Zeichnen und Kneten zur Herstellung  unserer Requisiten oder sonstiger Hilfsmittel beim Geschichtenerzählen. So flossen analoge „Handarbeit“ und Einsatz neuer Medien zusammen. Nebenbei lernten wir künstlerische Basics zum Bildausschnitt oder zur Verwendung von Farbe kennen und verstehen.

Neben dem Erlernen der Animationsfilmtechniken brachten wir uns gegenseitig ein Stück Zeitgeschichte näher. Wir haben also wirklich miteinander, voneinander und übereinander gelernt und im Ohr habe ich noch Fragen wie: Wie habt ihr Euch denn damals überhaupt verabredet und was habt ihr gespielt, als es noch keine Handys gab?

Gelohnt hat sich das Mitmachen für mich allemal….


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